Radfahren & Kaffee trinken = Coffeeneuring

Coffeeneuring Challenge 2015Die letzten Wochen habe ich viel auf meinem Hintern sitzend verbracht. Leider nicht auf einem Fahrradsattel sondern auf Stühlen. Jetzt bin ich zwar dank einiger Fortbildungen deutlich klüger & endlich fertig mit den Papieren für den Start in die Selbständigkeit. Aber es wird Zeit, wieder lange Touren per Fahrrad durch das inzwischen herbstliche Berlin zu unternehmen.

Radfahren & Kaffee trinken – das kann eine Herausforderung sein

Es gibt noch ein paar Einträge meiner Teilnahme am Utilitaire in 2012 hier und hier.

Auch damals schon organisiert von Chasing Mailboxes bin ich in diesem Jahr das erste Mal beim Coffeeneuring Challenge der Bloggerin Mary dabei. Zusammen mit ihrem Mann ist sie begeisterte Randonneurin und Alltagsradfahrerin. Offenbar waren die Regeln der Utilitaire zu kompliziert, also hat sie diese neue Challenge entworfen. Außerdem findet jährlich die Errandonnee statt.

Für das Bestehen der Coffeeneuring Challenge ist grundsätzlich folgende Aufgabe zu erfüllen:

Vom 03. Oktober bis 15. November 2015 sieben verschiedene Cafés an sieben verschiedenen Tagen per Fahrrad besuchen und dort einen Kaffee trinken.

Das hört sich einfach an. Aber es gibt folgende Regeln. Die Strecke muss mindestens 2 Meilen, sprich 3,22 km lang sein. Nur ein Café pro Tag wird gewertet. Nur Fahrten an Wochenenden sind erlaubt. Ausnahmen sind unter bestimmten Voraussetzungen zugelassen. Aber es gibt noch mehr zu beachten, denn nur mit Radfahren und Kaffee trinken ist es nicht getan. Das gesamte Coffeeneuring Regelwerk ist hier nachzulesen.

Warum so viele Regeln?

Randonneuring oder auch Audax ist eine Form von Radsport, die mit dem Orientierungslauf vergleichbar ist. Auf einer Strecke von meist mehr als 200 km sind verschiedene Checkpoints anzufahren. Coffeeneuring ist die von Mary erdachte Schnupperversion für weniger eifrige Radler mit dafür deutlich höherem Koffeinbedarf.

Twitter, Instagram, Blog-Posts – der Austausch mit den anderen Teilnehmern macht einen großen Spaß. Und es ist keine große Überraschung, dass Schweden und Finnen beim letzten Challenge dabei waren. Sie sind bekannt für ihre Liebe zum Kaffee.

Wer ist in diesem Jahr mit dabei?

Poste einfach ab dem 3. Oktober mit dem Hashtag #coffeeneuring – und lass uns gemeinsam neue Cafés und Städte mit dem Fahrrad entdecken!

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Wo wurde deine Fahrradtasche genäht?

Goodordering Fahrradtaschen – aber nur für kurze Zeit

Immer auf der Suche nach einer praktischen und gleichzeitig schönen Lenkertasche bin ich in London auf Goodordering gestoßen. Warum ich die Taschen fürs Fahrrad trotz des durchdachten Designs, der knallbunten Farben und guten Qualität nicht permanent in den Katalog aufnehme?

In London entworfen…

Seit vielen Jahren designt Jacqui Ma Taschen für große Firmen. Vor ein paar Jahren hat sie mit Goodordering ihre eigene Linie an Fahrradtaschen gestartet. In ihrer Wohnung über einem Fahrradladen im Londoner Stadtteil Hackney entwirft sie die mit liebevollen und pfiffigen Details ausgestatteten Produkte.

Sie sind aus wasserfestem Nylon und robusten Gurtbändern gefertigt. Seitenfächer, Reißverschlusstaschen und gepolsterte Innenfächer für Laptop und iPad machen das Verstauen einfach und sicher. Klettverschlüsse und Clip-Verschlüsse erleichtern das An- und Abbauen an Lenker und Gepäckträger.

Jacquis Stil ist inspiriert von japanischen Schultaschen und den Reisetaschen der 80er Jahre. Schöne Farben und das gestreifte Innenfutter fallen ins Auge. Zum Teil sind die Taschen mit reflektierenden Bändern benäht.

…in China hergestellt

Im Juli machte Jacqui eine Kickstarter-Kampagne, an der ich mich spontan beteiligte. Leider entdeckte ich zu spät, dass die Herstellung der Taschen in China erfolgt. Goodordering arbeitet mit einer Fabrik in Luohu, einem Stadtteil von Shenzhen, zusammen. Shenzhen ist „dank“ ihres Status als Sonderwirtschaftszone eine der am schnellsten wachsenden Städte der Welt.

Daher habe ich die drei verschiedenen Taschen fürs Fahrrad von Goodordering nur in geringer Menge und nur für kurze Zeit im Angebot.

Mein Ziel:
In Europa und UK hergestellte Fahrradmode & Accessoires für das Fahrrad

So werden lange Transportwege vermieden und Umweltschutz & bessere Arbeitsbedingungen eher gewährleistet.

Deswegen habe ich schon von einigen Firmen schweren Herzens wieder Abstand nehmen müssen. Die schwedischen Designer Bookman lassen ihre Fahrradlichter und Getränkehalter in China herstellen. Otto London Ponchos werden zwar in England entworfen aber, ebenso wie die Produkte von Copenhagen Parts, in China produziert.

Ich kann die Gründe dafür nachvollziehen. Aber ich kann sie nicht guten Gewissens unterstützen.  In meinem letzten Job hatte ich keine Möglichkeiten, auf diese Entscheidungsprozesse einzuwirken. Jetzt kann ich sie selbst steuern.

Und ich freue mich schon sehr darauf, über meine künftigen Hersteller zu berichten.