Museums-Twittern

In diesen Tagen bewege mich auf dem platten norddeutschen Land im Dreieck Lübeck, Bremen und Hannover. Seit einigen Monaten nutze ich meinen privaten Kanal auf Twitter intensiver. Daher nehme ich das Smartphone häufig in die Hand, lese, schreibe, fotografiere, kommuniziere. Das fällt in der Runde der älteren Verwandtschaft und auch gleichaltrigen Freunden auf, die fragen, was ich denn da eigentlich immer mache. Und was dieses Twitter denn eigentlich sei.

Vergleichsversuche mit dem Teletext des Fernsehens oder Schlagzeilen der Tageszeitung  misslingen kläglich. Emails mit nur 140 Zeichen machen auch keinen Sinn. Wenn ich dann erwähne, dass es Treffen von Menschen mit Smartphones in Museen gibt, die über Ausstellungen twittern, wird es noch schwieriger. Vielleicht kann ich es so beschreiben:

Ende November kündigte das Museum für Kommunikation in Berlin eine Sonderführung anlässlich des 140. Geburtstages des Berliner Rohrpostsystems an. Unten mein Tweet mit der Verlinkung des Twitterprofils des Museum @mfk_berlin und einem Link zur Veranstaltung.

Unter meinen Followern regte sich zwar Interesse, aber leider schloss sich mir niemand an. Also betrat ich die wunderschöne Eingangshalle des Museums in Berlin-Mitte am nächsten Nachmittag scheinbar alleine. Im schallgedämpften Sessel mit den Urwaldgeräuschen tauchte ich kurz ab…

…und freute mich dann, dass er auch von anderen geliebt wird:

An der Besucherinformation hatte sich inzwischen eine Gruppe von gut zwanzig Menschen versammelt. Der Technikhistoriker Dr. Oliver Götze und eine Mitarbeiterin des Museums begrüßten uns und freuten sich, dass auch ihre Facebook- und Twitter-Kanäle wahrgenommen werden. Während wir uns durch das Haus bewegten, wurde im Büro mitgelesen:

Diese Veranstaltung war nicht als Twitterführung, auch TweetUp oder MuseUp genannt, angekündigt. Nur wenige sah ich auf ihren Smartphones wischen und tippen. Doch auf diesem Weg – durch die Retweets & Replies vom @mfk_berlin – findet man sich:

Häufig wird vorab ein Hashtag wie #BerlinerRohrpost festgelegt, mit dem alle Tweets zu einer Veranstaltung oder einem Thema markiert werden. So sind Beiträge und andere Interessierte leichter in einem Strang verbunden. Allerdings wird der Begriff Rohrpost relativ selten gebraucht, auch eine allgemeine Twittersuche liefert gute Ergebnisse.

Schnell noch ein Foto der nicht sehr lange währenden Hamburger Rohrpostversion gepostet:

Zum Abschluss drängten wir uns im normalerweise nicht zugänglichen Keller, in dem Teile des Rohrpostsystems erhalten geblieben sind. Nach gut einer Stunde endete der Rundgang. Herzlichen Dank an das Museum für Kommunikation!

Mein Bericht über den Abend fiel leider extensiver Prokrastination zum Opfer.

Deshalb danke an Caspar Mierau @leitmedium – dem ich seit dem Abend im Museum auf Twitter folge – für diesen Blogpost zum Rohrpostjubiläum:

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1 Kommentar zu „Museums-Twittern“

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