Lissabon 13 – LX Factory

Nicht nur das Eingangstor erinnert stark an das Berliner RAW-Gelände und die ehemalige Neue Heimat. Die LX Factory ist auf dem Grund und in den Gebäuden einer ehemaligen Spinnerei und Textilfabrik im Stadtteil Alcântara entstanden.

Bei der Gründung des riesigen Industrieareals im Jahr 1846 stand die Ponte 25 de Abril noch nicht, heute rauscht der Verkehr über die Köpfe der Besucher des Komplexes aus Geschäften, Ateliers, Gastronomie und Werkstätten hinweg.

Was schön ist: Wie bei der Markthalle macht auch hier die Mischung aus teuren Geschäften, wie einem unglaublich edlen Designer für Kinderzimmer, und Arbeitsplätzen für junge Künstler das Projekt möglich. Es gibt keine penetrant platzierten Marken wie beim Time Out Market. Hoffentlich funktioniert es auf Dauer.

Was besonders schön ist: Die Buchhandlung Ler Devagar in einer hohen Fabrikhalle, über mehrere Etagen mit schmalen Treppen und einer umlaufenden Galerie verbunden. Im obersten Stockwerk stehen noch die Maschinen für den Stoffdruck. Dort und im Erdgeschoss gibt es ein Café und eine Bar samt Tischen und gemütlichen Sitzecken zum Lesen, Arbeiten, Genießen und Entspannen. Ein Filmteam wuselt gerade um einen Autor herum, der immer wieder sein neuestes Werk in die Kamera hält und allmählich etwas müde wirkt. Sofort wird ihm ein Kaffee gereicht, das Interview kann weitergehen.

Was nicht so schön ist: Die vielen Autos, die durch die engen Gassen zwischen den Gebäuden fahren. Was fehlt: Informationen zur Geschichte des Ortes und der Fabrik Companhia de Fiação e Tecidos Lisbonense.

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